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Übersetzung
Schenkung des Folcuin im gleichen Dorf In Christi Namen, am 10. Juli im 30. Regierungsjahr des Königs Karl. Wir, Folcuin und meine Schwester Folcrath, übereignen dem heiligen Märtyrer Nazarius eine Gabe. Der Leib des Heiligen ruht in dem im Oberrheingau gelegenen Kloster. Die Schenkung gilt in gleicher Weise jener heiligmäßigen Mönchsvereinigung, welche ebendort unter dem ehrwürdigen Abt Richbodo dem Gottesdienst obliegt. Die Übergabe erfolgt nach unserem Wunsch für immer und wie wir ausdrücklich betonen aus freien Stücken. Wir schenken im Gau Wettereiba in Alachstater marca und in Ganbacher marca 350 Joch (Tagwerke) Ackerland und Waldgelände, ferner Wiesen mit einem Ertrage von 27 Fuder Heu, drei Hofreiten und 15 Leibeigene. Mit dem heutigen Tage schenken, übergeben und übertragen wir diese Güter aus unserem Eigentumsrecht in das Besitz- und Herrenrecht des Hl. Nazarius auf ewige Zeiten.
Der lateinische Originaltext lautet:
Donatio Folcuini in eadem villa In Christi nomine sub die VI id iulli anno XXX regni Karoli regis ego Folcuin et sorror mea Folcrath donamus ad s. N. mrem .... lauressamensi uel ad illam sanctum congregationem monachorum que ibidem sub ueneralbili Richbodone abbate deo deseruire donatumque ...confirmans in pago Wettereiba in Alastater marca et in Ganbacher marca CCCL de terra arabili et silua, et prata ad carradas XXVII et mansos III et mancipia XV a die presenti de iure nostro in ius et dominum s. N. donamus tradimus atque transfundimus perpetualiter...
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